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Meine Bewertung:
★★★★★*

Ich habe das Teil von einem Kumpel zum Testen bekommen.
Zunächst sollte man sagen ich mache lange Jahre Musik und beschäftige mich viel mit Tontechnik. Es soll Euch vorab gesagt sein dass mein Review eher kritisch ausfallen wird da ich einfach vom Sound her andere Erwartungen habe wie ein Anfänger oder Laie der wohl eher Zielgruppe dieses Gerätes sein soll. Deshalb lasst euch bitte nicht abschrecken das Gerät einfach mal selber zu testen.

Und hier nun zum ersten Punkt:
Wer hier höhere Erwartungen hat und das GP1 mit Multieffekten wie von Boss, Korg, Tc-Electronics etc. vergleichen möchte dem sei von vornherein gesagt das die Soundqualität schlichtweg nicht an die oben genannten Geräten heran kommt, was aufgrund von dem Preis dieses Gerätes aber nicht verwunderlich sein sollte. Hier können eigentlich nur billige Bauteilen, veraltete Technik und das Made in’verbaut sein.

Nichts desto trotz habe ich versucht das Teil so neutral wie möglich zu testen.

Die Verarbeitung von Gehäuse ist schön aus Metall (dementsprechend etwas schwerer) und macht einen robusten Eindruck.

Das Gerät bietet 11 Ampsimulationen welche Soundmäßig größtenteils eher weniger in die Richtung des Originals gehen. Vor allem wenn man hier ein paar Amps im Original kennt wird schnell klar das es eben nur eine unausgereifte digitale Simulation ist.

Zudem kann man 11 verschiedene Gitarrenboxen simulieren und hat 16 verschiedene Distortionpedals. Die Verzerrer haben nicht so wirklich überzeugt. Alles sehr ähnlich und teilweise wirklich dünn, grell und einfach digital. Mit etwas längerem rumprobieren bin ich auf den ein oder anderen witzigen Distortion Sound gekommen. Allerdings über die hälfte der Distortion Pedals sind zumindest aus meiner Sicht relativ unbrauchbar. Hier hätte man sich auch mit den Pre Sets mehr Mühe geben können, die klingen zunächst alle ziemlich ähnlich.

Des Weiteren bekommt man 16 integrierte Modulationseffekte wie Chorus, Flanger, Pitch Shifter, Tremolo bis hin zu Auto Riff Effekte geboten. Hier kann man sich schon die ein oder anderen coolen Kombinationen zusammenbasteln. Jedoch hätte ich mir teilweise einfach mehr tiefe gewünscht. Man dreht die Effekte auf 100% Intensität und hat aber irgendwie nicht das Gefühl.

Das WahWah Pedal: Was ich cool finde ist das sich dem Pedal einzelne Parameter zuweisen lassen wodurch man den Klang während des Spielen live beeinflussen kann. Ich hatte jedoch schon bei den ersten Test mit dem Wah Pedal das Gefühl das dieses nur bei 25% der Strecke so wirklich anspricht. Fühlt sich von der Mechanik ganz gut an aber man merkt hier auch schnell das es mit z.B. dem Cry Baby einfach nicht mithalten kann.

Fazit:
Da ich schon länger Musik mache und mich auch lange Jahre mit Effekten auseinander setze bin ich einfach von der Qualität anderes gewöhnt allerdings auch in einer anderen Preis Liga. Vergleichbare Multieffektgeräte liegen im Normalfall bei ca. dem dreifachen Preis und das eben auch Zurecht! Für gute Qualität und Soundästhetik sollte man einfach bereit sein ein wenig mehr Geld ausgeben.

Das GP1 ist kein Vergleich zu hochwertigeren Geräten aber ein Anfänger mit wenig Geld kommt hier sicher auf seine Kosten und bekommt beeindruckend viele Variationsmöglichkeiten. Also wer Lust hat seine Gitarre mal mit den unterschiedlichsten Effekten zu belegen und einfach mal an verschiedensten Sounds zu basteln wird hier mit Sicherheit seinen Spaß haben.

Ich würde das Gerät Zuhause für Übungszwecke empfehlen. Für Live und Studio größtenteils davon abraten. Kommt eben immer darauf an was man vor hat und welche Erwartungen man hat.

Gute Qualität hat eben nach wie vor seinen Preis 😉

Test: Classic Cantabile GP-1 Gitarren Multieffektgerät
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